Wir trafen uns um 9.00 Uhr an der Straßenbahnhaltestelle Dennhäuser Straße / Frankfurter Straße. Brunhilde und Karl-Heinz hatten für diese Wanderung eine Route gewählt, bei der Hin- und Rückweg mit Straßenbahn und Bus zurückgelegt wurden.
Zuerst fuhren wir mit der Straßenbahn in Richtung Nordshausen. Dort stiegen wir in einen Bus um und nach kurzer Fahrzeit noch einmal in einen zweiten, der uns über den Brasselsberg zum Essigberg brachte. Anfangs erschien uns die Anreise zu unserem Ausgangspunkt etwas „müßig“. Dann aber fanden wir die Fahrt doch recht interessant, weil wir die Umgebung entlang unserer Strecke einmal ganz in Ruhe und mit anderen Augen betrachten konnten.
Gegen 10.15 Uhr starteten wir am höchsten Punkt des Essigbergs in nördlicher Richtung. Zunächst auf asphaltierter Straße, später auf gut ausgebauten Waldwegen, ging es stetig bergab in Richtung Dörnberg.
Kurz bevor wir die B 251 überquerten, kamen wir an einer Feldstraße an einer langen Reihe üppig behangener Obstbäume vorbei. Mit einer solchen Menge an Obst mitten in der freien Natur und abseits von Obstplantagen hatten wir nicht gerechnet. Äpfel, Birnen, Pflaumen und Mirabellen würden hier in einigen Wochen – kostenlos? – ihre Obstpflücker beglücken.

Nachdem wir die B 251 überquert hatten, ging es in östlicher Richtung wieder stetig bergauf, bis wir die lauschige Wanderhütte „Holestein“ erreichten. Hier legten wir eine wohlverdiente Rast ein. Brunhilde gelang es dabei durch eine kleine „wundersame Brotvermehrung“, uns alle an ihrem leckeren, selbstgemachten Snack teilhaben zu lassen.
Gut gestärkt folgten wir anschließend einem herrlichen „Märchenpfad“. Hohe Bäume umgaben uns, dicht am Weg standen niedrige Gehölze, und der gut begehbare Wanderweg führte mitten durch eine wunderbar grüne Waldlandschaft.
Später wechselten wir auf einen breiten, befestigten Waldweg in Richtung unseres Wanderziels. Zum Teil riesige, uralte Eichen säumten unseren Weg. Der blaue Himmel, die kühlen Schatten der Bäume und die frische, nach Kräutern duftende Waldluft vermittelten uns ein besonderes Wohlbefinden – vielleicht sogar eine kleine Art von Glücksgefühl.
Bald erreichten wir die Waldgaststätte Erlenloch/Grimmhütte und freuten uns auf eine gemütliche Mittagsrast unter freiem Himmel. Obwohl wir dort mit zahlreichen anderen „Freilufthungrigen“ und anderen Wandersleuten zusammentrafen, klappte unsere Versorgung im rustikalen Rahmen und ausschließlich in Selbstbedienung recht gut.

Als sich einige Regentropfen ankündigten, konnten wir uns rechtzeitig in eine rustikale, regensichere Hütte zurückziehen. Nachdem wir uns erholt und gut entspannt hatten, machten wir uns auf den kurzen Weg zur nahe gelegenen Bushaltestelle.
Von dort fuhren wir in einem mit „internationalen Fahrgästen“ vollbesetzten Bus in Richtung Königsplatz. Die lebhafte Gesprächskulisse und die vielfältigen Eindrücke während der Fahrt sorgten noch einmal für eine ganz eigene Atmosphäre. An der Haltestelle Hauptbahnhof leerte sich der Bus fast vollständig – und schlagartig wurde es still. So ging es weiter bis zum Königsplatz.
Von dort brachte uns die Straßenbahn über das Rathaus wieder zu unserem Ausgangspunkt zurück.
Doch ganz zu Ende war unser Wandertag noch nicht: Bevor wir nach diesem erlebnisreichen Tag auseinandergingen, gönnten wir uns gemeinsam ein leckeres Eis in der kleinen Eisdiele an der Ecke Frankfurter Straße/Korbacher Straße.

Fazit
Busse und Bahnen, interessante Begegnungen, herrliches Wanderwetter, sattgrüne Natur, rund 10 Kilometer Wanderstrecke, Snacks, Mittagsrast und zum Abschluss ein Eis – es war ein abwechslungsreicher Tag, bei dem nicht nur die Wanderung selbst, sondern auch die gemeinsamen Erlebnisse davor und danach ihren besonderen Reiz hatten.
Danke an Brunhilde und Karl-Heinz für die Planung und Führung durch diesen interessanten und abwechslungsreichen Wandertag.